Wiese in SiegburgPotenzialstudie

Der Rhein-Sieg-Kreis hat mit Unterstützung der Kreissparkasse Köln bei dem Salzburger Forschungsinstitut iSPACE die Modellstudie „EnergieRegion Rhein-Sieg“ erarbeiten lassen. Grundlage dieser wissenschaftlich-systematischen Untersuchung sind amtliche Daten. Diese Studie belegt, dass eine energetische Selbstversorgung des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn bei Wärme und Strom in weitaus höherem Umfang als heute möglich ist, wenn man die regionalen Potenziale der erneuerbaren Energien und die Energiebedarfe in einer Gesamtbilanz betrachtet.

Wir stellen hier Ergebnisse aus der Potenzialstudie  vor.

Potenziale

  • Geothermie 10.232 GWh/a
  • Solarenergie 6.082 GWh/a
  • Biomasse 990 GWh/a
  • Windkraft 492 GWh/a

Zielsetzungen

Durch die Gegenüberstellung von regional verfügbaren erneuerbaren Energieressourcen sowie des Energiebedarfs von Haushalten und Gewerbe lassen sich durch Bilanzierung Teilräume bilden, die bei Ausnutzung der Potenziale bei Strom und Wärme energetisch ganz oder teilweise autark sein könnten. Mit dem Projekt „EnergieRegion Rhein-Sieg“ sollen unter anderem die Optionen einer regional organisierten Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien illustriert werden, um ein unterstützendes Instrument zur Entscheidungsfindung zu bieten.

Methodik

Unter Berücksichtigung von topographischen, klimatischen, naturräumlichen und weiteren Faktoren werden die energetischen Potentiale der Geothermie, Solarenergie, Bioenergie und Windenergie sowie die Bedarfe an Strom und Wärme von Privathaushalten und Gewerbe berechnet. Die Darstellung erfolgt mittels GIS-basierter Karten sowohl in kommunalen Grenzen als auch hochaufgelöst in einem einheitlichen, flächendeckenden Netz von Rasterzellen im Maß von 250x250m.

Aus der Differenz von energetischem Potenzial und Bedarf wird ein Bilanzraster mit energetischem Überschuss oder Mangel für die Region und ihre Teilräume abgeleitet.